Der Vorleser, Erster Teil III-8 – Bernhard Schlink (wiederum und jederzeit!)

“Ich hatte ihren Geruch früher besonders geliebt. Sie roch immer frisch: frisch gewaschen oder nach frischer Wäsche oder nach frischem Schweiβ nicht, was für eines, und auch dessen Duft war mehr als alles andere frisch. Unter diesen frischen Gerüchen laf noch ein anderer, ein schwerer, dunkler, herber Geruch. Oft habe ich an ihr geschnüffelt wie ein neugieriges Tier, habe an Hals und Schultern angefangen, die frisch gewaschen rochen, habe zwischen den Brüsten den frischen Schweiβgeruch eingesogen, der sich in den Achselhöhlen mit dem anderen Geruch mischte, fand diesen schweren, dunklen Geruch um Taille und Bauch fast pur und zwischen den Beinen in einer fruchtigen Färbung, die mich erregte, habe auch ihre Beine und Füβe beschnuppert, die Schenkel, an denen sich der schere Geruch verlor, die kniekehlen, noch mal mit leichtem frischem Schweiβgeruch, und die Füβe, mit dem Geruch von Seife oder Leder oder Müdigkeit. Rücken un Arme hatten keinen besonderen Geruch, rochen nach nichts und rochen doch nach ihr, und in den Handflächen war der Duft des Tages und der Arbeit: die Druckerschwärze der Fahrscheine, das Metall der Zange, Zwiebel oder Fisch oder gebratenes Fett, Waschlauge oder Bügelhitze. Werden sie gewaschen, verraten Hände zunächst nichts von alledem. Aber die Seife hat die Gerüche nur überdeckt, und nach einer Weile sind sie wieder da, schwach, verschmolzen in einen einzigen Tages – und Arbeitsduft, in den Duft des Tages – und Arbeit sendes, des Abends, der Heimkehr und des Daheim seins.”

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Se eu sei alemão? Não, não sei. No entanto, sou apaixonada por esse livro e fiz questão de ficar olhando para as palavrinhas escritas em alemão na versão original, só para identificar os trechos dos quais gosto. Hoje, lendo trechos de “O cortiço” que faziam menção a esse mesmo tipo de sensação (só que em Schlink, de modo maravilhosamente poético na tradução), lembrei-me que a cópia que eu estava fazendo ficou pela metade. O que é viver algo assim? Gosto tanto porque nunca vivi nada igual e nem acredito que vá viver, sinceramente. Se não existe algo assim ou se eu não vivenciar algo assim, ainda bem que existe a literatura!  

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